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«Ich bin einfach niemand gewesen» ist hier!

Ausstellung

Wann wird Fürsorge zu Zwang? Wann ist Zwang legitim? Wie lassen sich Machtmissbrauch und Unrecht verhindern? Die Ausstellung macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar, gibt Betroffenen eine Stimme und regt zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen an, die bis heute aktuell sind.

In drei Häusern werden persönliche Geschichten von Betroffenen, die Perspektive der Verantwortlichen sowie die Rolle von Öffentlichkeit, Medien und Politik beleuchtet. Das Projekt schlägt dabei einen Bogen von den fürsorgerischen Zwangsmassnahmen über das Saisonnier-Statut bis hin zu den Erfahrungen von Geflüchteten.

Im Rahmen eines Erzählcafés sowie einer Geschichtswerkstatt im Agrarmuseum laden wir dazu ein, Erfahrungen, Erinnerungen und Fragen einzubringen, um das Thema gemeinsam zu vertiefen. Beim Erzählcafé können sich Interessierte und Betroffene zum Thema «Fürsorge und Zwang» austauschen und ihre Geschichte erzählen. In der Geschichtswerkstatt können Geschichten fürsorgerischen Zwangs während drei Austauschtreffen mit Fachpersonen erforscht werden.

«Es ist wichtig, dieses Thema im Agrarmuseum zu vermitteln, denn auf Schweizer Bauernhöfen erlebten Verdingkinder viel Leid», sagt Edith Reddig, Leiterin des Agrarmuseums. «Das ehemalige Bürgerasyl von Alberswil und Ettiswil, in dem sich heute ein Teil unseres Museums befindet, verbindet uns zusätzlich mit dem Thema der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen.»

«Es ist wichtig, dieses Thema im Agrarmuseum zu vermitteln, denn auf Schweizer Bauernhöfen erlebten Verdingkinder viel Leid. Das ehemalige Bürgerasyl von Alberswil und Ettiswil, in dem sich heute ein Teil unseres Museums befindet, verbindet uns zusätzlich mit dem Thema der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen.»

Edith Reddig, Leiterin des Agrarmuseums
Aufstellen der Häuser im Innenhof des Agrarmuseums
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